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Genderkirche > Vortrag von Thomas Schollas am 18.6.2008 "Männlichkeitskonstruktion in der Bibel und Heute"
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Vortrag von Thomas Schollas am 18.6.2008 "Männlichkeitskonstruktion in der Bibel und Heute"

Pastor Thomas SchollasMännlichkeitskonstruktionen in der Bibel und Heute
Zum fünften Vortrag der Reihe "GenderKirche" lud die Kirchengemeinde Eimsbüttel am letzten Mittwoch "Männerpastor" Thomas Schollas in den Gemeindesaal der Christuskirche an der Fruchtallee. Thomas Schollas leitet das Männerforum in Kiel und ist zur Zeit Gender- und Gleichstellungsbeauftragter der Nordelbischen Kirche.
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konzentrierte ZuhörerInnenZu Christi Geburt war ein Mann besonders männlich, wenn er einen Gegner mit Argumenten, nicht Fäusten, schlug. Das Reden war eine Kunst, die Männern vorbehalten und in seiner Feinheit erworben werden sollte. Siebzig Jahre später, zu Paulus' Zeiten, war das Idealbild des Männlichen der Asket, der Sexualität ignorierte und sich auf spirituellen Wachstum konzentrierte. Heute gibt es ein großes Spektrum an Männlichkeitskonstruktionen: den Familienvater, den Metrosexuellen, den durchtrainierten Fußballer - die Medien geben immer neue Idealbilder vor. Die Vielfalt zeigt, dass es etwas essentiell Männliches nicht gibt, sondern stetig konstruiert wird. Die Biologie, die schon längst von einer Schwellendichotomie zwischen den Geschlechtern spricht und damit verschiedene Grautöne zwischen Mann und Frau erkannt hat, ist Vorreiter einer Erkenntnis, die auch in der feministischen Theologie Einzug gefunden hat: es gibt viele Geschlechter und Frauen- bzw. Männlichkeitskonstruktionen.
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 Die Entstehungsgeschichten der Bibel sind wiedersprüchlich, man sieht schon dort den politischen Kampf um die Geschlechter. Während eine Position die Gleichheit von Mann und Frau etablieren will, liest sich die nächste als sei Eva die Dienerin Adams - und die Theologen streiten sich, welches die "ursprünglichere" Sichtweise ist. Welche Meinung Pastor Thomas Schollas dazu hat, ist klar: "Adam" bedeutet nicht "Mann", sondern "Mensch". Dieser Mensch wurde von der Kultur in zwei geteilt, Mann und Frau. In Jesus Christus, so das paulinische Taufbekenntnis, gibt es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern (Galaterbrief 3, 28: "... hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allesamt eins in Jesus Christus.")
Der nächste Vortrag der GenderKirche ist am 16.07. um 20h im Gemeindesaal der Christuskirche: Pastorn Vivian Wendt spricht zu Genderaspekten in der Seelsorge.
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