 Vierte Gethsemane Nacht in der Apostelkirche
Der Anfang der meditativen Gethsemane Nacht am Gründonnerstag in der Apostelkirche war wieder zu vorgerückter Stunde, um 23.30 – eine echte Herausforderung für ungeübte Nachtschwärmer und Nachtschwärmerinnen.
Die, die kamen, waren eingeladen, sich meditativ an die Situation Jesu und seiner Jünger zwischen Abendmahl und Festnahme zu erinnern. Und es kamen einige....
Ein Cellosolo und ein von einem Frauenchor gesungener Psalm eröffneten die Nacht stimmungsvoll.
Ein begehbares Labyrinth, ähnlich dem in Chartre, lud zur Meditation des eigenen Lebens- und Glaubensweges ein.
Eine Deutung des Weges:
Unsere Sicht von Weg ist oft die einer Geraden von A nach B. So sind wir immer gewohnt, ein Ziel vor Augen zu haben und ihm stets näher zu kommen. Im Labyrinth jedoch sehen wir nur kurze Wege und müssen dann wenden. So fürchten wir, nie anzukommen. Und doch gehen wir weiter. Es ist kein Zurück.
Glauben wir, die Mitte als Ziel erreicht zu haben, führt uns der Weg wieder nach außen an den Rand. Und doch führt der Weg in die Mitte: Symbol für Einheit mit uns selbst und mit Gott. Aus dieser Mitte heraus können wir wieder gestärkt weiter auf unserem Lebensweg gehen.
Taizelieder, Stille und Textimpulse, die Stationen Jesu in dieser Nacht in Beziehung zu Aposteln und zu uns selbst setzten, trugen durch die Nacht, die gegen 2 Uhr bei einem kleinen Nachtmahl auf den Altarstufen ausklang.
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