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Fahrt zur Documenta nach Kassel am 1.September 2007


Die Gemeindegruppe

Anfang September ist eine Gruppe aus unserer Gemeinde zur Documenta 12 nach Kassel gefahren. Bei der Abfahrt am Freitagmorgen regnete es noch – in Kassel hatten wir mehr Glück, meistens kamen wir trocken in die unterschiedlichen Ausstellungsgebäude:


Aue-Pavillon

Beispielsweise in die extra für diese Documenta 12 gebauten Aue-Pavillons, die als „Gewächshäuser“ verspottet werden, sich als Ausstellungsräume aber sehr gut eignen. Die aufgehängten, hingestellten oder ausgebreiteten Kunstwerke bekommen hier genug Raum, um sich zu entfalten.


Installation Dream von Romuald Hazoume

Zum Beispiel die beeindruckende Installation „Dream“ von Romuald Hazoumé (Benin), die einem Boot ähnelt, das aus 421 Kanistern zusammengebaut, aber – natürlich – nicht seetüchtig ist, weil es überall große Löcher hat.


Installation Dream von Romuald Hazoune

Fridericianum

Das architektonische Gegenstück ist das Fridericianum, als erstes öffentliches Museum Europas erbaut (1779) und nun der Documenta 12 zur Verfügung gestellt. Hier ist in einem riesigen Raum (und darüber hinaus) die Installation der Brasilianerin Iole de Freitas zu sehen. Sie ist „Untitled“, aber im Katalog steht dazu: „Stahl und Polycarbonat tanzen durch den Raum gleich Draperien, die im Spiel des Windes Kurven und Volumina zeichnen.“ Das klingt vielleicht etwas gespreizt, trifft es aber sehr gut.


Installation der Brasilianerin Iole de Freitas

Durch diese beiden Ausstellungsorte wurden wir kompetent geführt und konnten dadurch manchem Kunstwerk etwas abgewinnen, das auf den ersten Blick teils Unverständnis, teils Ratlosigkeit hervorgerufen hatte.
Glücklicherweise hatten wir von Freitagmittag bis Montagnachmittag Zeit, so dass jeweils kleinere Grüppchen auch in die documenta-halle, die Neue Galerie und ins Schloss Wilhelmshöhe gehen konnten.


Martinskirche

Sonntagvormittag haben wir gemeinsam in der Martinskirche einen Gottesdienst besucht, der auch geprägt war von moderner Kunst, allerdings eher akustisch durch einen KlangStein und Gongs.

 Das war ein toller, lohnender Ausflug! Dass alles so gut geklappt hat, verdanken wir vor allem Pastor Kirst, der die Fahrt (mit city-naher Unterkunft) hervorragend vorbereitet und organisiert und immer gute Stimmung verbreitet hat.

Claudia Brand