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Weltgebetstag am 7.3.2008


Weltgebetstag

- Gottes Weisheit schenkt neues Verstehen -

 

Jeweils am 1. Freitag im März (nahe dem Internationalen Frauentag am 8. März) wird in vielen Ländern der Weltgebetstag gefeiert. Die Gottesdienstordnung, an die sich dann alle gebunden fühlen, wird jeweils von Frauen eines anderen Landes erstellt. Ein schönes Zeichen weltweiter Verbundenheit, auch mit Frauen aus Ländern, die in den üblichen Nachrichten so gut wie nie vorkommen.

Für dieses Jahr haben Frauen aus Guyana, einem kleinen karibischen Land im Nordwesten Südamerikas, ihre Lebensbedingungen und Probleme vorgestellt.

Guyana ist das zweitärmste Land der Welt, dabei verfügt es neben Ölvorkommen vor der Küste über reiche Bodenschätze wie Bauxit, Gold, Diamanten und Kaolin. Außerdem ist es zu 80 Prozent mit Regenwald bedeckt und beheimatet eine große Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren mit allein 700 Vogelarten.

Durch politische und wirtschaftliche Fehlentwicklungen ist keine Infrastruktur geschaffen worden, die die Bevölkerung an den Schätzen des Landes teilhaben lässt. Stattdessen leiden die Menschen unter häuslicher Gewalt, HIV/Aids und weit verbreitetem Drogenkonsum.


Wie jedes Jahr haben sich wieder Mitglieder verschiedener Gemeinden im Eimsbüttel (evang.-luth., evang.-freikirchlich aus der Tresckowstraße und von der Jerusalemgemeinde) zusammen gefunden, um gemeinsam diesen Weltgebetstags-Gottesdienst zu gestalten. Gefeiert haben wir in diesem Jahr in der Apostelkirche.

Bilder haben uns die beeindruckende Natur des Landes nahe gebracht und anhand der ausgesuchten Bibeltexte über Hiob und Marta und Maria konnten wir die Lebensbedingungen der Frauen in Guyana und damit auch unsere eigenen besser verstehen.

Die Frauen aus Guyana haben uns daran erinnert, dass die Weisheit schon da war, als Gott die Grundfesten der Erde legte. Sie haben uns eingeladen, die Schönheit der Natur in Guyana zu bewundern. Aber sie haben uns auch dafür sensibilisiert, dass wir Menschen oft nicht pfleglich mit Gottes Schöpfung umgehen, sie stattdessen zerstören und verhindern, dass Mensch und Natur sich gegenseitig bereichern.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch landesübliche Eintöpfe und Nachspeisen zu essen.


Viele Eimsbüttelerinnen und Eimsbütteler haben so einen spirituell anregenden, informativen und sättigenden Nachmittag in der Apostelkirche erlebt.

Claudia Brand

 

 


Gottesdiensttexte werden mit verteilten Rollen gelesen

Reges Treiben nach dem Gottesdienst im Forum der Apostelkirche